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Juni / Juli 2016

„★★★★★ von ★★★★★★“


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Eine Rezension von Ferdinand Dupuis-Panther im April 2016

“ … großes Kino… “


Jazzpodium-Logo-e1450359893839April 2016

„Lichtstrahl oder Aufleuchten soll “beam” heißen – und genau das findet hier vom ersten Ton an statt.
Der Kölner Saxophonist hat acht KollegInnen zusammengeholt, die unter diesem Titel ein sehr gutes Programm aktueller Musik von zehn Stücken spielen. Schon die Titel, vor allem deren Inhalt begeistern, von “Ultra bright” bis “Pink in Purple”. Und die Namen dazwischen lassen aufhorchen, z.B. “Pure” , “Shadows”, “Reflections interlude” oder “Radial velocity” bewegen, dann aber die passenden Klänge zu erleben, ist mal wieder ein besonderes Erlebnis aus dem westeuropäischen Jazzzentrum am Rhein.
Die Stimmen der Saxophonisten Katrin Scherer und Stephan Mattner, wie auch Trompeten und Posaunen von John-Dennis Renken und Wolf Schenk bringen die musikalische aktuelle Welt in Bewegung, immer unterstützt und begleitet von dem Klang der Stimme von Filippa Gojo. Aber auch das BasisQuartett mit dem Keyboarder Roman Babik, dem Gitarristen Andreas Wahl, Sebastian Räther und Nils Tegen am Schlagzeug bietet mehr als nur eine Grundlage für die Solisten, sie liefern auch großartige Beiträge als Interpreten. Unendlich viel Schwung und Bewegung, vor allem große Ausdruckskraft, melodische Vielfalt und hervorragende Improvisationen sowohl allein als auch in der Gruppe präsentieren ein wunderbares Projekt. Der Jazz/die aktuelle Musik lebt, vor allem in Köln und Umgebung, aufgenommen im Loft Köln.“
Hans-Jürgen von Osterhausen


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“Beam me up, Scotty!“ Wird und die Band Beam auch mitnehmen auf galaktische Abenteuer oder werden wir am Boden bleiben? Nun, das bestimmt die Sichtweise der Hörerin/des Hörers. Für die einen mag diese Musik geerdet sein, für Andere mag sie zu abgehoben klingen. Denn bei “Radial Velocity“ wird der schönen Harmonie gnadenlos der Garaus gemacht.
Hier hebt die Band auf der Grundlage einer rockigen Basis in der Tat ein wenig ab und freie Elemente fließen wie selbstverständlich ein. Doch das ist eher die Ausnahme.
Ist es Pop? Ist es Jazz? Ist es Fusion? Nun, die Musik liegt irgendwo dazwischen, Stilelemente aller Genres aufgreifend und verarbeitend. Die Musik ist insofern angesiedelt in einem Umfeld von Jazz, Jazz Rock/Fusion und Brass Rock.
So sind entsprechend viele einzelne Elemente jener Genres geschickt verarbeitet worden. Auf diese Weise könnte es gelingen, auch Freunde verschiedener Musikrichtungen zu gewinnen.
Filippa Gojo agiert mit ihrer Stimme als begleitendes Instrument, … . Aber auch hier bietet die Einbettung solcher Beiträge eine zusätzliche farbenreiche Klangnuance.
Bis auf zwei Stücke werden ansonsten jeweils Interpreten mit ihren Solobeiträgen vorgestellt, und zeigen ihre Spielfreude.
Sehr eingängig springt mir der Eröffnungstitel sogleich entgegen, eindrucksvoll rockt es hier mitunter kräftig, und mit Unterstützung der Bläser wirbelt Andreas Wahl mit seiner Gitarre wilde Klangfetzen in den satten Sound.
Und so zieht sich die Atmosphäre mit teils tranceartigen Momenten, hier ist es in der Tat die Stimme, die zweckdienlich diese Stimmung erzeugt, durch die gesamte Platte. Man wird unweigerlich angehalten, zuzuhören, wie magisch zieht es in den Strudel dieser offenherzigen Musik.
Ob es nun plötzlich einen Ausflug in die Zeit des Jazz Rocks gibt und das E-Piano Akzente setzt oder schwebende Momente auf eine Reise mitnehmen oder freie Passagen aus dem Traum reißen, jedenfalls gelingt es der Band, die Aufmerksamkeit an sich zu ziehen, mit individuellem Anstrich, mit Akzenten auf Rhythmus und druckvoller Ausprägung, so dass die Musik meistens tatsächlich geerdet bleibt. Das Niveau ist sehr hoch, die Band agiert leidenschaftlich, es ist letztlich eine Freude, diesem Genuss beiwohnen zu dürfen. Im letzten Song scheint das Ergebnis der bisherigen Stücke noch einmal resümierend zusammengefasst zu werden. Die Musik wurde übrigens am 12.11.2015 live at LOFT in Köln eingespielt.“
Wolfgang Giese


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30.01.2015
„It was a delight to watch this young group progressively gain in both confidence and enjoyment as the set progressed, after a cautious start. The compositions were characterful, notably some Kenny Wheeler-inspired melodic wordless pieces, in which vocalist Filippa Gojo was very effective in the kind of role in which Norma Winstone has excelled for decades.“